Das vorbereiten einer Oberfläche für die Klebung kann wie folgt eingeteilt werden.
- ist in jedem Fall vor einer Klebung durchzuführen.
1.1. | SäubernSie dient zum Entfernen von groben Verunreinigungen wie Lack, Schmutz, Zunder, Rost und dergleichen. Diese Reinigung wird mittels Bürsten, Schleifen oder Strahlen durchgeführt. Diese Verunreinigungen sind falls vorhanden in jedem Fall zu entfernen. | ||||||||||||
1.2.
| EntfettenDas entfernen von Fett- und
Ölrückständen ist
in jedem Fall vorzusehen! Auf jeder Oberfläche, auch wenn sie
noch
so sauber aussieht, sind solche Rückstände vorhanden.
Allein
das Anfassen mit den Händen reicht aus um die Klebwirkung zu
mindern und die Klebung unbrauchbar zu machen. Reinigen
mit Wasser: Reinigen mit Lösungsmitteln: Verwendete Lösungsmittel:
Hinweis: Bei Verwendung von organischen Lösungsmitteln müssen die Bundesemmissionsschutzverordnungen (Blm-Sch-Vo) beachtet werden. Außerdem müssen die entsprechenden MAK-Werte eingehalten werden. Nicht zu empfehlende Lösungsmittel sind Benzin, Petrolether und Spiritus. Diese Reinigungsmittel enthalten Zusätze die nach dem Trocknen auf der Oberfläche zurückbleiben und die Klebung beeinträchtigen. Prinzip der Dampfentfettung: Kontrollmöglichkeit: Bildet Wasser auf der gereinigten Oberfläche einen durchgehenden Film ist sie für die Klebung in Ordnung. |
2.1. | mechanische OberflächenvorbehandlungZu den mechanischen
Oberflächenvorbehandlungen
zählen das Schleifen, Bürsten und Strahlen.
Sie dienen zum Aufrauen der Oberfläche und sind nach dem
Entfetten
durchzuführen um keine Fettreste tief in den Werkstoff des
Fügeteiles einzuarbeiten. Diese
Oberflächenvorbehandlungen vergrößern die
Oberfläche und der Klebstoff kann sich zusätzlich
formschlüssig in der Oberfläche verankern. |
2.2 | chemische OberflächenvorbehandlungDas Beizen gehört zu den chemischen Oberflächenvorbehandlungsverfahren. Dabei wird mit verdünnten Säuren die nicht rein metallischen Schichten von der Oberfläche der Fügeteile entfernt. Dieses Verfahren unterliegt strengen Sicherheitsvorschriften, so dass es sehr aufwändig ist und nur bei hohen Anforderungen an die Klebung, wie z.B. im Flugzeugbau, durchgeführt wird. |
2.3 | physikalische OberflächenbehandlungsverfahrenZu diesen Verfahren gehören das Coronaverfahren, Plasmaverfahren und das Beflammen. Diese Verfahren werden meist für Kunststoffe verwendet, es können jedoch auch metallische Werkstoffe behandelt werden. Kunststoffe haben die Eigenschaft sich schwer benetzen zu lassen, das ist aber die Voraussetzung für eine gute Klebung. Bei den physikalischen Verfahren werden nun Sauerstoffatome in die Oberfläche "eingebaut", die die Benetzungseigenschaft und die Hafteigenschaften verbessern. Beim Corona-Verfahren wird mittels einer Elektrode ein Funkenregen auf die zu behandelnde Oberfläche gebracht. Dabei entsteht Ozon der in dem elektrischen Feld in die Oberfläche eingelagert wird. Als Elektroden werden Alu-Strangpressprofile für Folien, Ketten für Formkörper und feine Nadelspitzen für kleinflächige Bereiche verwendet. Beim Plasmaverfahren werden Sauerstoffatome in die Oberfläche eingebaut und dadurch die Oberflächenspannung erhöht. Dies hat eine bessere Benetzbarkeit des Klebers zur Folge. Man scheidet man zwei Verfahren:
Beim Beflammen wird mit eine Gasflamme, die einen Sauerstoffüberschuss besitzt, die Oberfläche kurzzeitig erhitzt ohne den Kunststoff anzuschmelzen. |
3.1 | PrimernWird eingesetzt, wenn die Haftungseigenschaften weiter verbessert werden sollen oder die Klebung Feuchtigkeit und Korrosion ausgesetzt ist. Der Primer besteht aus dem im Kleber verwandten Stoffen. Daher darf auch nur der vom Klebstoffhersteller zu dem entsprechenden Kleber passende Primer verwendet werden. Der Primer verhindert unter anderem ein unterwandern der Klebung durch Korrosion an den Rändern |
Produkte zum Entfetten:
Typ | Hersteller |
| WS 2000 |